Willkommen in Deutschland

By | 21. Januar 2016

Vom Münchner Forum für Islam gibt es eine „Willkommenschrift“ mit dem Titel: „Willkommen in Deutschland“ – Wegweisung für muslimische Migranten zu einem gelingenden Miteinander in Deutschland. Neben ein bis zwei durchaus nützlichen Informationen, stehen aber auch Formulierungen darin, die möglicherweise noch von Stoiber selber geschrieben sind.

Diese Broschüre ist in verschiedene Überschriften unterteilt und die verschiedenen „Wünsche“, die wir Deutschen (Bayern) und das Forum für Islam an die Muslime haben, sind meist durch Zitate aus dem Koran unterstrichen.

Nun, wir alle wissen, dass bayrische Menschen besonders Islam nah sind. Dies zeigt sich schon ganz zu Beginn der Texte bei der Überschrift: „Grüßen“

In Bayern wird man traditionell mit „Grüß Gott“ begrüßt. Weil Muslime gern und jeden Tag von, über und mit Gott sprechen, ist „Grüß Gott“ auch islamisch ganz korrekt und eine Art bayerisches „as-salamu aleikum“!

Es wird noch betont, wenn man beim Grüßen auch lächelt, nein, ehrlich lächelt, drückt man sogar Freundlichkeit aus.

Im Kapitel über „Allah / Gott / JHWH“ wird nochmals vorausgesetzt, dass keine Spannung zwischen dem „Gott der Christen“ und einem „islamischen Allah“ existiere. Wobei hier scheinbar zwei Dinge vorausgesetzt werden: (a) Allah und christlicher Gott sind unterschiedlich, (b) wir wissen genau, was die beiden „da oben“ tun und wollen.

Bildung

Deutschland sei ein Bildungsparadies. Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Deutschen, liege in der Beherrschung der deutschen Sprache. Wir kümmern uns um unsere Kinder, nehmen an Elterngesprächen teil und wenden auch keine Gewalt gegen diese an.

Arbeit

Eine gut integrierte und erfolgreiche (migrierte) Person ist diejenige, die fleißig und aufrichtig sei, ihre Arbeit in hoher Qualität ausführe. Man geht nicht einfach unerlaubt von seinem Arbeitsplatz weg, um zu beten; sogar im Gegenteil:

… sie verrichtet ihre Arbeit zu dieser Stunde, als ob sie ihr Gebet wäre; sie wird ihren Arbeitgeber und die Finanzbehörden des Staates nicht betrügen.

Dies würde sogar vom Koran unterstützt:

Wer arbeitet und Gutes tut, ob Mann oder Frau, und dabei gläubig ist, den werden wir bestimmt ein angenehmes Leben leben lassen. Und Wir werden Ihnen bestimmt mit ihrem Lohn vergelten für das beste von dem, was sie taten. (Koran 16.97)

Geschichte

Über die Nachbetrachtung zur Geschichte des Dritten Reiches seien

in Deutschland heute noch Meinungen zu finden, die dies verdrängen oder verdrehen möchten, doch sollte man sich von solchen Menschen fernhalten – sie sind gewiss nicht Migranten gegenüber aufrichtig wohlgesinnt.

Dies ist wirklich mal einer der ersten sinnvollen Tipps, den man vielen Migranten geben kann; vor allem, wenn man zurzeit Fernsehen und Nachrichten schaut.

Gesetze achten!

Nur falls es Ihnen nicht aufgefallen ist. Diese Überschrift wurde zusätzlich mit einem Ausrufungszeichen versehen. Unter dieser Überschrift wird darauf hingewiesen, dass Gott im Koran befohlen hat, das weltliche Gesetz zu achten:

Oh ihr, die ihr Glauben erlangt habt! Gebt acht auf Gott und gebt acht auf den Gesandten und auf jene von euch, die mit Autorität (ulu-I-amr) betraut worden sind. (Koran 4.59)

Aus einem meiner Kurse habe ich mir die Sinnnähe diese Koranzitats zu den weltlichen Gesetzen bestätigen lassen. Anstatt dies in so eine „Willkommen Broschüre“ zu schreiben, ist das doch etwas, was eher für den aufgeklärten Deutschen sinnvoll zu wissen ist; in einer Zeit, in der dem Islam pauschal vorgeworfen wird, eben nicht auf weltliche Gesetze Wert zu legen.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (GG Art. 1)

(Hier übrgigens kein Ausrufungszeichen)

Niemand darf einen anderen Menschen mit Worten oder Taten erniedrigen, weil er anders ist als er selbst, in keiner Weise und an keinem Ort.

Wichtig zu wissen, zumindest wenn es nach der Statistik geht, ist dies vor allem für diejenigen wichtig, die zwar rechtmäßig demonstrieren dürfen sollen (PEGIDA), aber die Würde der Migranten und Flüchtlinge antasten, weil sie diese pauschal mit Vorurteilen in „einen Topf“ werfen. Gibt es eigentlich auch eine Willkommenschrift für Deutsche? Eine solche könnte man doch gut verteilen, wenn die jungen erwachsenen Deutschen volljährig werden und dafür unterschreiben, dass sie die Verfassung Deutschlands respektieren.

Gleichberechtigung und Diskriminierung

Unter dieser Überschrift fehlen leider die ein oder anderen Punkte:

Frau und Mann sind gleichgestellt – außer bei den Gehältern, der Vergabe von Führungsposten, der Verantwortung für Haushalt und Kinder.

Witzig ist in dieser Broschüre der folgenden Satz, den ich unkommentiert stehen lassen möchte:

Polygamie ist in Deutschland nicht erlaubt und im Islam nicht erforderlich.

Verstehe ich nicht, wobei die Hervorhebung von mir ist.

Nicht stören!

.. übrigens die zweite Überschrift mit Ausrufungszeichen.

Hier geht es darum, dass der Deutsche es gerne ruhig hat und seine Privatsphäre benötigt. Man solle sich nicht in die Sachen anderer Leute einmischen und sich auch nicht lauthals auf den Straßen unterhalten. Traurigerweise ist es bei uns nicht einmal erwünscht, dass Kinder auf der Straße spielen. Die einzige Ausnahme von dieser „Regel“ wird leider nicht mit erwähnt:

Der Deutsche will seine Ruhe, außer wenn Fußball EM oder WM ist, am Wochenende die Bundesliga stattfindet und bei Rechten Aufmärschen, wobei bei Letzterem sich die Muslime ja eh fernhalten sollten 😉

Sauberkeit und Umwelt

… lasse ich aus…

Toleranz!

… und die letzte Überschrift mit Ausrufungszeichen …

Die neuen Migranten müssen sich dessen bewusst sein, dass sie in einer Gesellschaft leben, die ihnen ermöglicht hat, ihr religiöses, kulturelles und soziales Leben auszuleben. Sie müssen die Tugendhaftigkeit dieser großherzigen Gesellschaft zu schätzen wissen, die Millionen Einwanderern aus fremden Kulturen mit Toleranz begegnet …

Mein Abschlußsarkasmus

Ja ihr lieben Migranten! Seit dankbar dafür, dass wir den Diktatoren eurer Heimat diese hochpotenten Waffen verkaufen; dass wir mit unseren Billigprodukten und Lebensmitteln eure Märkte zerstören; dass die westlichen Länder stets nur das Beste von euch wollten: Euer schwarzes Gold. Das wir glauben, eure Religion besser zu kennen, als ihr selbst und wir viel besser wissen, was für euch gut ist; schließlich glauben viele von uns, dass ihr euch noch im Mittelalter befindet. Ihr müsst auch verstehen, wenn wir Guten Menschen beim besten Willen nicht alle von euch aufnehmen können; denkt doch auch mal nicht nur daran, dass ihr in euren Heimatländern verfolgt, gefoltert und getötet werdet, sondern auch an unsere arme Wirtschaft! Seht die Natur und sehet, ihr seid nicht systemrelevant, so auch wir deutschen feststellen werden, dass der kleine Bürger dies auch nicht ist.

Eine Gemeinsamkeit aus den Schriften des Islam und der Christen sei noch erwähnt, mit der ich in beiden Büchern nichts anfangen kann:

Der Mensch ist Gottes würdigstes Geschöpf und zugleich Gottes Stellvertreter auf Erden.

Ich denke, dass die Natur uns schon bald beweisen wird, dass diese ganze Menschheit möglicherweise für sie nicht systemrelevant ist.

Diese Broschüre können Sie sich Willkommen in Deutschland herunterladen.